Skikurs 2005
Diesmal in den Faschingsferien

Wozu Traditionen auch gut sind? Manchmal nur dazu, dass man sie mit einem guten Grund außer Kraft setzt. So wurde nach vielen Jahren der Skikurs der Sektion diesmal in den neu eingeführten Faschingsferien durchgeführt. Der Anlaß dafür war der Hüttenwirt, der den ursprünglichen Termin wegen einer anderen Gruppe mit älteren Rechten nicht halten konnte. Wieder einmal längere Diskussionen! Da aber Fasching dieses Jahr sehr früh war, akzeptierten wir dann doch den Termin. Heilfroh im nachhinein, denn die Bedingungen nach Neujahr waren alles andere als gut. So aber starteten wir bei strahlendem Sonnenschein und traumhaften Schneeverhältnissen am Aschermittwoch und dem Vergnügen stand nichts im Wege.

Vor der Maxlrainer Alm

Vor der Maxlrainer Alm

Wie im letzten Jahr ging es nach oben mit der antiquierten Taubensteinbahn. Möglicherweise zieht die moderne Bahn am Stümpfling viele Besucher ab, jedenfalls war es trotz herrlichem Wetter recht ruhig an der Talstation. Angekommen auf der Alm lieferten wir nur rasch unser Gepäck ab, um sofort zur gefürchteten Einteilung zu schreiten. Es ist ja auch nicht ganz einfach, mit den ersten Schwüngen des Tages gleich vor 5 Skilehreren Probe zu fahren. Schnell ergaben sich zwei Gruppen, die dann wieder aufgeteilt wurden. Die Erwachsenen kamen gesondert alle zu Mane in die Gruppe. So entstanden Gruppen mit 5 bis 7 Kindern, optimal zum Unterrichten. Reine Anfänger waren auch diesmal nicht dabei, so dass sofort alle am Schlepper direkt vor der Hütte mit dem Üben beginnen konnten. Zu unserer Gruppe, die aus 35 Teilnehmern bestand, waren noch zwei Kinder einer Familie der Sektion Bergbund Würzburg dazugekommen, die auf dem nahen Taubensteinhaus Skiurlaub machten. Gefahren wurde bis zum letzten Schlepperbügel und nach uns kam nur noch der Liftmann nach oben.

Mittlerweile kannten wir ja die Infrastruktur auf der Maxlrainer Alm und die Kinder bezogen auch gleich mit mehr oder weniger Geheul die Lager. Helga und Rainer hatten sich wieder viele Gedanken gemacht, wer mit wem und wie paßt das zusammen und bleibt mir dann ein Mädchen über oder steckt im Lager der großen Buben einer zuviel drin.....
Es hat sich alles hervorragend gelöst, sogar Sonderwünsche konnten berücksichtigt werden. Dank des vielen Platzes in den Lagern war auch genug Möglichkeit für die Kinder, sich nach dem Abendessen zu beschäftigen. Erstaunlicherweise kehrte aber dennoch ausreichend früh Ruhe in den Lagern ein.

Im Lager

Im Lager der "Großen"

 

2. Tag - strahlender Sonnenschein!

Ja, so hatten wir uns das vorgestellt: Schnee bis über die Fenster und draußen blitzte die Sonne. Besonders am Abend und am Morgen merkten wir deutlich und angenehm den bereits wieder längeren Tag. Das Aufstehen fällt halt nicht gar so schwer, wenn es hell ist. Einigen war es jedoch zu leicht gefallen, so dass bereits um 7:30 Uhr alle erwartungsfroh am Frühstückstisch saßen. Gewohnt gut und reichlich war die Versorgung, hier blieb kein Wunsch offen.
Die Kleinsten standen wie immer als Erste auf der Piste und scharrten ungeduldig mit den Skiern. Bald konnten die ersten Übungen absolviert werden. Mit den kleinsten Gruppen versuchten wir bereits den Übergang aus der Pflugstellung zur parallelen Skiführung zu erreichen. Dazwischen ging's zur Auflockerung immer wieder mal über die Buckel in der Waldabfahrt.

Paarlauf

Volle Konzentration erforderlich...


Wendelstein

Von ungewohnter Seite - der Wendelstein

Am Mittag war es richtig warm geworden, aber gegen Abend zogen dann erste Wolken auf, die uns Lichtspiele auf der unbekannteren Seite unseres Hausberges Wendelstein bescherten. Die Gruppe um Mane hatte es sich zum Vorsatz gemacht, das Fahrkönnen auch bei schwierigen Bedingungen zu verbessern und suchte so mit Absicht den unangenehmsten Schnee auf. Im steilen, zerpflügten Hang wollten sie sich plagen. Als sie am Abend garnicht so recht kommen wollten, machten wir uns bereits Sorgen, die waren aber umsonst, denn sie hatten sich nur das Motto "Nach des Tages Müh und Hast..." zueigen gemacht.
So kamen sie gerade noch rechtzeitig zum Abendessen auf die Hütte.

Rast

Lohn der Mühen?


Danach war klar, dass Hüttenspiele auf dem Programm standen. Wir Skilehrer haben doch in unserer Jugend die Hüttenspiele alle am eigenen Leib erfahren dürfen und konnten so aus dem Vollen schöpfen. So kamen also wieder die bewährten Klassiker zum Einsatz. Nachdem alle Kinder einmal den schwarzen Kater hatten machen dürfen und sich alle beim Oachkatzlrennerts auf die Schenkel hatten klopfen lassen, kamen wieder die einzelnen Gruppen mit ihren Karten- oder Würfelspielen zum Zug. Manche aber nutzten die Zeit, um sich den letzten theoretischen Schliff vor dem Abschlussrennen zu holen!

Oachkatzl

Ich erwisch dich schon noch...

Kniffe

Hast Du auch Alles behalten?


3. Tag: Skirennen!

Ja, es ist immer wieder überraschend, wie sich so eine kleine Nervosität und Hektik bei allen ausbreitet, obwohl es ja nun wirklich nur ein Gaudirennen sein soll. Werden wir auch nochmal üben? Ich fahr aber meinen Stil und nicht das was Du uns gelernt hast, weil ich da viel schneller bin usw....
Also werden die Hütchen wieder rausgeholt und jeder bemüht sich um eine tiefe Hocke oder einen raschen Schlittschuhschritt. Nach dem Mittagessen mußten die Skilehrer sofort wieder raus in die mittlerweile unfreundlich gewordene Welt. Die gestern angekündigte Schlechtwetterfront war da. Noch schneite es, aber es war bereits an der Grenze, der Schnee klumpig und klebrig. Der Wirt hatte noch ein paar echte Slalomstangen aus alten Tagen für uns übrig, so dass wir hochprofessionell einen Riesentorlauf ausstecken konnten. Noch die Einfahrt ins Ziel mit Fähnchen genau markiert, dass auch jeder ins Ziel findet!

Vor dem Ernstfall konnten alle noch einmal schön im Pflug durch die Tore rutschen, damit die Piste etwas freier wurde und sich jeder den Kurs einprägen konnte. Dann ging es zur Sache und alle legten sich ins Zeug.

Wie die Profis

Wie die Profis!

Der Profi

Der Profi!


Am Abend erwarteten alle mit Spannung die Siegerehrung. Natürlich gab es für jedes Kind eine Medaille und eine Urkunde, aber dennoch können nicht alle Erster werden. Jede Gruppe war getrennt gewertet worden, so dass viele Stockerlplätze zu vergeben waren. Aber natürlich war da auch die Enttäuschung derjenigen, die "nur" einen vierten Platz erreicht hatten. In der Gruppe der Erwachsenen war die letzten Tage bereits der 10jährige Tobias mitgefahren und nun musste er auch im Rennen in dieser Gruppe starten! Mane hatte ihm für jeden Erwachsenen, den er "owefahrt" eine Minitafel Schokolade versprochen. Am Ende war Tobias mit Abstand Erster geworden und hatte sieben Tafeln Schokolade kassiert. Für die Mama war's schon a bisserl hart...
Bei den Skilehrern gab es drei erste Plätze, genau zeitgleich! Es war nicht ganz einfach, sich den Stockerlplatz zu teilen!

Die Mädchengruppe

Die Damenmannschaft

Skilehrer

Unsere Skilehrer bei der Siegerehrung - 3 auf einem Podest!


4. Tag: Regen!

Schon im Lager hörten wir es an allen Ecken tropfen und plätschern. So pressierte es uns nicht wirklich, am letzten Tag auf die Piste zu kommen. Wieder einmal waren es die Kleinsten, die uns zeigten, was Härte ist. Von 9 bis 12 Uhr standen sie im strömenden Regen auf der Piste. Andere, besonders einige Erwachsene, waren gar nicht vom Hüttenofen wegzubekommen. Nach einer letzten Mittagssuppe und einem herzlichen Abschied vom wiedereinmal hervorragenden Wirt Walter Tscheber zogen wir hochbepackt ab. Wie bereits im letzten Jahr war der Betrieb der Taubensteinbahn wegen Sturmböhen eingestellt, so dass wir mit allen Rucksäcken abfahren mussten. Aber auch das brachten wir hinter uns. Und nächstes Jahr kommen wir wieder, wenn es geht....



Unsere Gruppe

Nochmal Alle vor der Abreise

 

 

 


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