„Radeln bei de Franggn“

oder: von 10 Mutigen, die auszogen, trotz angekündigter Gewitter
den Steigerwald zu erforschen

von Micha Hirzinger

22. – 24. Juni 2007 Mit dabei: Stefan und Stefan aus Stephanskirchen,
der Sepp, die Lena, die Rosmarie, der Max, Evi und Hans, Micha und Nik
Kultur in Franken

Mit dem Radl in Franken

Treffpunkt Freitags um 7 Uhr früh, auch wenn die Wetteraussichten für Nordbayern nicht so sehr einladend geklungen haben: Bei der Fahrt ins Frankenland merkt man noch gar nicht viel davon, es schaut durchwachsen sonnig aus, und ist auch nicht kalt. Also geht’s nach dem Quartierbezug in Burghaslach auf die Radl, und als erstes Ziel nach Pommersfelden und Schloss Weißenstein, weil: im schönen Frankenland lässt sich „Kultur“ wunderbar erfahren - im wahrsten Sinne des Wortes.

Kultur in Franken

Mit dem Radl in Franken

Gestärkt durch „original fränkische“ Pasta und Pizza beim Einkehrschwung rollen wir weiter, allerdings hat sich der Himmel in der Zwischenzeit ziemlich verdüstert, aber so richtig ernst nehmen wir das nicht, und wenn es mal ein bisserl regnet wär’s ja auch nicht so schlimm, schließlich sind wir ja nicht aus Zucker. Aber dass Blitz und Donner und Platzregen dermaßen heftig und sozusagen schlagartig über uns hereinbrechen, damit hat niemand wirklich gerechnet. Waschelnass in kürzester Zeit, strampeln wir wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen, um eine geeignete Unterstellmöglichkeit zu erreichen, was aber im hügeligen, an dieser Stelle nicht sehr dicht besiedelten Steigerwald, sich nicht als besonders einfach erweist. Aber schließlich braucht ja jeder Bergbundausflug sein eigenes kleines Abenteuer, sonst wäre es ja langweilig!

Kultur in Franken

Essen hält Leib und Seele zusammen

Abends, im trockenen Wirtshaus glücklich vereint, genießen wir das Abendessen und freuen uns auf die Tour am nächsten Tag.

Allerdings macht uns der mittlerweile aufgezogene fränkische Schnürlregen einen Strich durch die Rechnung und wir werden mehr oder weniger gezwungen, einen richtigen Kulturtag, einzulegen. Also geht es, gut ausgerüstet mit Regenschirmen nach Bamberg. Selbst bei Nässe ist dies eine wunderschöne Stadt, wobei man grad an den Wochenenden die Touri-Ströme einigermaßen übersehen sollte, noch dazu im Jubiläumsjahr. Trotzdem ist uns das Wetter gnädig und lässt einige Sonnenlücken zwischen den Regenschauern, und wir finden auch Sehenswürdigkeiten, die etwas abseits der Massen sind. Vor allem in der Klostergaststätte von St. Michael können wir uns echte „fränggische“ Schmankerl einverleiben.

Als wir am Spätnachmittag in unser Quartier zurückkehren, hat es sich tatsächlich etwas aufgehellt, und unsere „drei Schnellen“ machen noch eine Abend-Radlrunde ins ehemalige Kloster Ebrach, in dem sich aktuell ein Gefängnis befindet (man hat sie aber gottseidank nicht dort behalten...!). Die restlichen Sieben besuchen zu Fuß, oben auf einem Hügel des Dorfes gelegen, den in einer Baumschule wunderschön angelegten Bibelgarten, also einen Garten, in dem sich sämtliche biblischen Pflanzen befinden.

Kultur in Franken

Mit dem Radl in Franken

Am Sonntag strahlt die Sonne vom Himmel und wir teilen wir uns in zwei Gruppen: die drei Schnellen machen eine Riesenrunde bis an den Main, in die Nähe von Würzburg, und wir anderen fahren, im Prinzip ohne Ziel und ohne Landkarte, einfach ein paar Stunden spazieren, auf ganz verkehrsarmen und landschaftlich wunderschönen Straßen, zum Teil die ausgeschilderten Radwanderwege nutzend, durch Felder und Wälder, über Hügel und durch Bachtäler und durch Dörfer mit auffallend schönen Gemüsegärten.

Zum Schluss stärken wir uns noch für die Heimreise auf dem Jubiläumsfest des Posaunenchors unseres „Wohnortes“ Burghaslach, wo man durchaus merkt, dass die Franken gerne feiern, diesmal bei „Brodn und Gleeß“ (für Nichtfranken: Rinderbraten mit Kartoffelknödeln) und Kuchenbuffet.

Also: trotz nicht idealer Witterung hatten wir einen bärigen Radlausflug und wir alle danken unserem „Anführer“ Stefan, der alles für uns organisiert hat! Wir waren gern dabei!


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