Familentag im Hochseilgarten Bad Reichenhall
20.04.2008

Helga Bretzke

Am 20.04.08 besuchten 11 Erwachsene und 22 Kinder vom Bergbund Rosenheim unter der Obhut der Trainer Martina, Peter und Manuel den Caritas-Hochseilgarten in Bad Reichenhall. Die erste Aufgabe für die gesamte Mannschaft - der Durchlauf durch´s rotierende Seil - vermasselten wir gleich mal und stellten den Rekord im „Wiederversuchen“ auf. Rainer´s Kommando versagte, Manuela schaffte es dann, die Horde nahtlos durch das Seil zu kommandieren. So ist uns gleich mal klar geworden, wie schwer es ist, einen Haufen von gut 30 Leuten gemeinsam und gezielt zu bewegen. Das ist ja auch das Ziel einer solchen Unternehmung: Teamgeist, Konzentration, Verantwortung für den Anderen, Hilfsbereitschaft und konstruktives Zusammenarbeiten zu fördern.

Schwingendes Seil Sichern

Anlaufschwierigkeiten

Gemeinsam stark

Aufgeteilt in eine Erwachsenengruppe und zwei Kindergruppen waren wir auf die nächsten Stationen gespannt. Wir Erwachsenen wurden (finde ich) gleich mal auf die herausfordernste Probe gestellt und durften in vier Meter Höhe auf einem Seil zwischen zwei Bäumen entlang gehen. Natürlich waren wir von unseren Kameraden gesichert, doch wenn man zum Festhalten nur einen lockeren Strick und in weiter Ferne den nächsten Baum oder die Hand des Partners hat, ist das Ganze eine aufregende und wackelige Angelegenheit. Rainer und Michi wagten als Erste mutig den Tanz auf dem Seil. „Da gehe ich nicht rauf!“, war mein erster Gedanke. Die Zwei da oben meisterten ihre Sache mit Bravur, doch mit zitternden Knien, ohne ins Seil zu fallen. Einer nach dem Anderen wagte sich todesmutig über die steile Leiter aufs wackelige Seil und jeder schaffte es irgendwie, zum anderen Baum zu kommen. Sogar für unsere zwei Nichtkletterer bestand kein Zweifel, die Herausforderung zu wagen. So unterwarf ich mich dem Gruppenzwang und schwang mich mit Michi aufs Seil. Als ich ihm ansah, dass er sich genauso überwinden musste, gewann ich wieder Mut und schaffte ebenfalls die Strecke bis zum anderen Baum. Das Gefühl danach - es geschafft zu haben - war unglaublich. Es bestärkte uns so, dass bei den nächsten Stationen die Frage „soll ich wirklich?“ nicht mehr auftauchte.

Wolken Dorfberg

Wackelige Angelegenheit

Viel Gefühl

Die Parcours „Krokodilsbecken“ und „Flying Bridges“ machten richtig Spaß. Wir lernten, wie wir uns gegenseitig helfen konnten und dass wir gemeinsam ziemlich gut waren. Der „Pamperpool“ war ein „Schmankerl“, wo ich fast noch einmal an meinem Mut zweifelte. Doch alle, diesmal auch Nancy, wagten wir uns bis zum „Sitzen auf dem wackeligem Brett“. Das Brett war oben auf eine Leiter geschraubt und diese wurde von vier Kameraden mit vier Seilen, möglichst ruhig und gerade aufrecht gehalten. Selbstverständlich gesichert stieg man auf diese wackelige Leiter und sollte sich oben freihändig auf das Brett stellen. Die meisten von uns schafften dies und ließen sich dann im „Todessprung“ ins Seil fallen - sah wirklich spektakulär aus.

Sprung

Der Todessprung?

Einige Teamspiele zwischendurch zeigten uns, wie schwierig die Zusammenarbeit manchmal sein kann. Was fühlten dabei wohl unsere Kinder? In unserer heutigen „coolen“ Welt werden wir das nicht wirklich erfahren.

Danke Martina, Peter und Manuel für diesen erlebnisreichen Tag.

Wolken Dorfberg

Wackelige Angelegenheit

Viel Gefühl


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