Jugendklettercamp Arco
4.4. – 7.4. 2007

Written by Christiane Speidel

Um 7.00 Uhr gings los: 9 Leute inklusive unserem Leiter Martin verstauten ihr Gepäck im gemieteten blauen Bus und wir starteten durch auf den Highway. Alle waren noch ziemlich im Tiefschlaf versunken und träumten von besserem Wetter als es draußen im Moment war. Nach 2 kurzen Stops und ca. 3 ½ Stunden kamen wir endlich im heißersehnten Arco am Lago di Garda an. Doch oh Schreck – so heiß wie in unseren Träumen war es hier gar nicht. Na ja, erst mal die Zelte auf dem „Camping Zoo“ aufbauen und den Bus ausladen. Martin war jetzt schon die Musik unserer Nachbarn, ein paar Jungs & Mädls aus Salzburg zu viel, aber na ja, jeder wie er´s meint (mir gefiel sie eigentlich, endlich mal was los hier!). Damit er sich nicht noch mehr aufregen musste, wurde das Kletterzeug gepackt und zu einem Felsen auf der anderen Seite Arcos gefahren. Wir teilten uns in 4 Seilschaften auf und warteten, bis das erste Kletterpaar die Griffe suchte. Da einigen die Warterei zu lang dauerte, schlugen sie eine andere Tour ein und oben angekommen, seilten wir schnell wieder ab, da es tröpfelte. Es blieb deren Weile nur bei Tropfen, also kochten wir wie üblich Pasta mit Soße! Ein paar waren körperlich noch nicht ganz ausgelastet und besuchten die Blöcke in der Nähe des Campingplatzes. Zum Bouldern war es zwar schon etwas zu dunkel, doch die Aussicht war es wert – auf jeden Fall. Beim gemütlichen Zusammensitzen blieb es leider diesmal nicht, da es angefangen hatte zu regnen und alle verzogen sich chillig in ihre Zelte.

Klettern in Arco

Klettern in Arco

Die ersten Sonnenstrahlen weckten uns, und alle waren erleichtert und gut drauf, da wir die Sonne genießen konnten. Nach einem Frühstück und kurzer Lagebesprechung konnten wir uns nicht mehr auf den Bänken halten und ab ging´s nach Nargo zum Fels. Es war schönstes Wetter und jeder versuchte sein Bestes im Vorstieg und Nachstieg beim Sportklettern. Sogar zum Bouldern fand sich ein schöner, überhängender Block. Der Fels war teils abgespeckt oder rau, so eine Mischung eben, genau richtig für uns. Am Nachmittag waren wir ziemlich ausgepowert. Maxi, Babsi und ich (Christiane) erkundeten Arco noch nach einem Eis, während der Rest zum Campingplatz fuhr. Inzwischen hatte Martin auch die Slackline befestigt und Marie versuchte sich darin und gar nicht schlecht (nur nicht so bescheiden Marie). Da keiner so richtig Lust zu kochen aber jeder Hunger hatte, nahm ich die übriggebliebenen Spagetti + Tortellini, machte sie warm und kreierte Nudel–Soße a là Chrissi! Im Großen und Ganzen hat sie allen geschmeckt. Die 2 Simons und ich erklärten uns bereit, noch etwas Holz zu sammeln, denn ein Lagerfeuer ist immer was Schönes, während Martin für Getränke sorgte. Das Feuer brannte aber nicht lange, da es sich mit Stirnlampen in finsterer Nacht schlecht Holz suchen lässt. Martin war müde und wir gesellten uns zu den Österreichern, die auch zum Klettern hier waren. Mit dem Gitarrenspieler und allen anderen verstanden wir uns super, alle waren gut drauf und es war sehr lustig (fast der schönste Abend, so fand ich). Zu diesem Abend gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen, außer dass es in ihrem Müllberg „saugemütlich“ war und der Abend lang die Nacht dafür umso kürzer andauerte.

Am Camping Zoo

Campingleben im "Zoo"

Am Freitag brauchte es seine Zeit, bis alle aus ihren Schlafplätzen gekrochen kamen und die Sonne brannte schon um 10 Uhr wie ein Feuerball. Unter diesen Umständen war es für Babsi und mich klar, dass wir uns im Gardasee noch eine Abkühlung holen wollten und der Bikini musste mit. Da wir in Nargo noch nicht alle Touren erklommen hatten, beschlossen wir, noch mal hinzufahren. Doch dies konnten wir uns abschminken, es war Karfreitag und somit heftig viel los an den Sektoren. Schön langsam waren die meisten gelangweilt oder vom Anstehen genervt und wir brachen mittags ab. Na ja, was soll‘s, auf nach Torbole an den See. Dort ging aber ein ewig kalter Wind und ....brrrrrrrr..... war der kalt, der See. Also doch nichts mit Baden, egal. Somit gönnten wir uns ein Eis in Torbole. Also die Italiener haben‘s einfach drauf mit dem Eis, das muss man ihnen lassen. Um der eintönigen Pasta aus dem Weg zu gehen, holten wir uns Pizza in Arco und zurück ging‘s an den „Camping Zoo“. Unseren letzten Abend verbrachten wir mit einem Lagerfeuer auf der Straße *g* und den netten Salzburgern. Es wurde über so manch illegale Pflanze diskutiert sowie auch über den Kinofilm „Am Limit“.

Klettern in Arco

Und noch einmal..

So, nun war es schon wieder Samstag, Mensch gingen die 4 Tage schnell rum. Alle waren ein wenig traurig (außer David), dieses schöne Klettergebiet sowie die neu kennengelernten Leute wieder verlassen zu müssen. Keiner hatte richtig Lust zusammenzupacken. Doch irgendwie wurde der Bus am Ende doch voll. Am Nachmittag powerten wir mit vier 6a+ ein wenig und es war wieder sommerlich heiß. Zur Abkühlung chillten wir noch ein wenig am Fluss und Simon versuchte sein Glück im Fischen – vergeblich. Damit das beliebte Klettercafé „Café Trentino“ in Arco auch noch ein Geschäft mit uns machte, tranken wir dort noch billigen, guten Cappuccino. Mit neuer Kraft fuhren wir nun wieder nach Hause.

ARCO FOREVER - WIR KOMMEN WIEDER!!!!!!!!!!!!!!!
(also ich zumindest J)

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