Skitour Hoher Göll
Februar 2018

von Andi Hagen

Am 18.02.2018 sind wir zum Hohen Göll aufgebrochen. Wir sind Sepp Bartl, Angelika Auanger, Uwe Zöllner, Hans Brüggler und ich. Das Wetter war mittelmäßig. Über Nacht hatte es geschneit und weiter oben hing eine Nebelschicht. Gott sei Dank konnte ich meinen alten Studienspezl Hansi Brüggler, selbst Skitourenführer in Berchtesgaden, als Begleiter gewinnen.

Nach kurzem Anstieg durch den Wald kommen wir zum sog. „Sommerwandl“. Unten drin Altschnee und frisch eingeschneit; echt blöd zum Gehen. Die Ski geschultert tasten wir uns vorsichtig die Querung rüber. Hoffentlich rutscht keiner aus und rauscht links in den Wald. Nachher geht’s nochmal sausteil weiter über die nächste Steilstufe. Die meisten schultern die Ski, aber Uwe kämpft sich mit den Skiern durch. Bei der Spitzkehre kann ich gar nicht hinschauen.

Nach der Steilstufe, noch unterhalb vom Alpeltal, fällt von oben Nebel ein. Die Sicht ungefähr drei Meter. Ohne Hansi hätten wir vermutlich abgebrochen. Aber unser Local Guide tastet sich heldenhaft vorsichtig voran und fällt auch mal zwei Meter eine Wächte runter (was so einem Berchtesgadener aber nichts ausmacht). Bei 2.200 Höhenmeter kommen wir aus dem Nebel raus, aber es ist bewölkt und im Kammbereich abgeblasen. Entlang des breiten Grats unterhalb des Gipfels haben sich spektakuläre Wechten gebildet. Beim letzten Gipfelaufschwung reißt es auf. Am Gipfel haben wir eine Wahnsinnssicht und Stimmung. Wir können uns gar nicht losreißen.

Die Abfahrt ist gut aber nicht ungefährlich, da vereinzelt Steine im Pulver lauern. Wieder müssen wir durch die dicke Nebelschicht. Jetzt nur nicht falsch abbiegen! Hansi führt wieder. Wir bleiben auf Sicht beieinander und versuchen, uns nicht aus den Augen zu verlieren. Nochmal das eingeschneite Sommerwandl queren, aber alles geht gut. Am Auto bin ich froh, dass alle wieder gut unten sind. Fazit: Tolle Tour, aber zu früh im Jahr. Jetzt haben wir uns einen Windbeutel bei der Windbeutel-Gräfin verdient!

Hoher Göll

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